Verbandstag der Gemeinnützigen Bauvereinigung

04.07.2018


Alle Jahre findet immer in einem andren Bundesland das Treffen aller knapp 190 Gemeinnützigen Wohnbauträger Österreichs statt. Dieses Mal war das Burgenland an der Reihe, Eisenstadt Austragungsort.

Über 300 Personen aus ganz Österreich nahmen auch heuer wieder am jährlichen Verbandstag der gemeinnützigen Bauvereinigungen teil. Heuer war mit dem Burgenland das bevölkerungsschwächste Bundesland - gemessen am Anteil der gemeinnützigen Bauleistung aber das stärkste Bundesland Veranstalter.

Immerhin haben die vier Gemeinnützigen Bauvereinigungen mittlerweile burgenlandweit knapp 22.500 Wohnungen und Reihenhäuser errichtet und in Verwaltung – etwa 52.000 Burgenländerinnen und Burgenländer wohnen also in einer GBV-Wohnung!


Zu Gast im Land der Sonne

Das Burgenland wurde seinem Ruf - bis auf eine kleine Ausnahme – gerecht: Das Land der Sonne präsentierte sich von seiner schönsten Seite, was besonders bei der Bereisung durch die 2 Nordbezirke zum Ausdruck kam. Diese Bereisung war gleichzeitig auch eine eindrucksvolle Leistungsschau der Bautätigkeit der 4 Gemeinnützigen Bauträger des Burgenlandes, die auch die Vertreter der anderen Bundesländer beeindruckte.

Bauen mit sozialer Verantwortung

Die Burgenländischen Wohnbauträger konnten dabei auf einen durchaus beträchtlichen Erfahrungsschatz verweisen, wie z.B. die Sozialzentren der EBSG in Pöttsching und Stegersbach, das Altenzentrum der Neuen Eisenstädter in Eisenstadt und herausragend das Demenzzentrum in Oberwart, das die OSG im Herbst des Vorjahres fertiggestellt und übergeben hat und eine Tagesheimstätte für 24 Personen sowie 15 betreute Wohnungen umfasst.

Gegenstand der Besprechungen und Gespräche war immer wieder die Leistbarkeit des Wohnens und gleichzeitig die Herausforderung zielgruppenorientiert zu bauen - vor allem zum einen für die sozial schwächeren der Bevölkerung und zum anderen v.a. für die ältere Generation altersangepasste Wohnungen zu bauen und ein Pflege- und Betreuungspaket zur Verfügung stellen zu können. 

Für die gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBV) ist soziale Verantwortung kein leerer Slogan, sondern gelebte Praxis. „Bauen mit sozialer Verantwortung ist uns Gemeinnützigen seit jeher ein Anliegen“, betont Verbandsobmann Prof. Karl Wurm die historisch gewachsene Aufgabe, die viele Gemeinnützige erfüllen. „Wir sind nicht nur DER Sektor, der leistbares Wohnen in ganz Österreich garantiert. Wir leisten mit unserer inklusiven Bautätigkeit einen wichtigen Beitrag zur Integration von Menschen mit Behinderung, Flüchtlingen oder alten Menschen.“

Vorausschauend planen, sinnvoll bauen - Nachhaltiges Bauen in gewachsenen Strukturen

Bauen auf der grünen Wiese war für viele Genossenschaften lang gelebte Praxis. Nachdem das Thema Bodenverbrauch immer wichtiger wird, sind kreative Lösungen gefragt. Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) hat diesen Weg bereits vor Jahren eingeschlagen und dient damit als Best Practice Beispiel.

„So wurden in den letzten Jahren gezielt Projekte umgesetzt, bei denen brachliegende Gebäude – meist in zentraler Lage – gekauft und entweder saniert und in ein modernes Wohnprojekt umgewandelt wurden, oder der Raum für ein neues Projekt genützt wurde“, betont der Chef der OSG KommR Dr. Alfred Kollar.


Ein gelungener Verbandstag

Verbandsobmann Prof. Karl Wurm bedankte sich in seinen Schlussworten sehr emotional für die „unglaubliche Gastfreundschaft der Burgenländer, für die Herzlichkeit, die zum einen zum Ausdruck gebracht wurde aber gleichzeitig auch das gerechtfertigte Selbstvertrauen, dass durch die bemerkenswerten Leistungen mehr als gerechtfertigt ist.“

„Wir konnten das Burgenland von der schönsten Seite zeigen, wir konnten auf die Leistungskraft der burgenländischen Gemeinnützigen eindrucksvoll hinweisen und wir haben einen gelungenen Verbandstag ausgerichtet“, resümierte OSG-Obmann und Obmann der Landesgruppe Burgenland KommR Dr. Alfred Kollar.

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