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Bodenverbrauch: Vorrausschauend planen, sinnvoll bauen



Trotz moderatem Bevölkerungswachstum befinden sich Bodenverbrauch und Bodenversiegelung in Österreich nach wie vor auf hohem Niveau. In der Verbauung von Flächen liegt Österreich nämlich an der Spitze der europäischen Länder.
Was sich für die Bauwirtschaft kurzfristig positiv auswirkt, ist für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung von Nachteil: Die Anzahl brachliegender Gebäude nimmt kontinuierlich zu, Landschaften werden zerschnitten, Ortskerne veröden und zerstreute Siedlungen erhöhen die Aufwendungen der Gemeinden für Infrastruktur.

 

 

Wir dürfen die Zukunft unserer Kinder nicht "verbauen"

 

Vor wenigen Tagen haben LR Verena Dunst, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung Dr. Kurt Weinberger und OSG-Obmann KommR Dr. Alfred Kollar zur Pressekonferenz zum Thema „"Bodenverbrauch - Status Quo“ geladen.

 

„Nirgends in Europa wird mit dem Land so sorglos umgegangen wie in Österreich. Wir sind in vielen Bereichen Europameister im negativen Sinn. Sei es die mit 1,8 m2 pro Kopf höchste Supermarktfläche, das mit 15 Meter pro Kopf dichteste Straßennetz oder der extrem hohe Leerstand an Industrie-, Gewerbe- und Wohnimmobilien. Was dabei ein noch viel größeres Problem darstellt, ist die tägliche Neuverbauung von rund 20 Hektar (= 30 Fußballfelder) an Äckern und Wiesen während der letzten Jahre. Flächen die für die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung nicht mehr zur Verfügung stehen“, erklärt Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung, den sorglosen Umgang mit unserer natürlichen Ressource ‚Boden‘.

 

 

Hohe Zahl an leerstehenden Immobilien

 

Österreich verbaut jährlich 0,5 Prozent seiner Fläche für neue Einkaufszentren, Industriegebiete und Wohnflächen. Dem gegenüber stehen laut Erhebungen des Umweltbundesamtes 40.000 Hektar leerstehende Industrie-, Gewerbe- und Wohnimmobilien. Das entspricht in etwa der Fläche Wiens.

Landesrätin Verena Dunst betonte bei der Pressekonferenz die Notwendigkeit des Schutzes unserer wertvollen Ressource Boden: „Wir müssen in der Verantwortung gegenüber nachkommenden Generationen die rasante Verbauung unserer Böden reduzieren. Die Nutzung von brachliegenden Industrie-, Gewerbe- und Wohnflächen muss Vorrang vor dem Bauen auf der grünen Wiese haben.“

 

Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) hat diesen Weg bereits vor Jahren eingeschlagen und dient als Best Practice Beispiel. „So wurden in den letzten Jahren gezielt Projekte umgesetzt, bei denen brachliegende Gebäude – meist in zentraler Lage – gekauft und entweder saniert und in ein modernes Wohnprojekt umgewandelt wurden, oder der Raum für ein neues Projekt genützt wurde“, betont der Chef der OSG Dr. Alfred Kollar.
Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Hagelversicherung und Kämpfer für den Erhalt unserer Böden in Österreich, ist sehr erfreut über die Strategie der OSG, im Burgenland alte Bausubstanz zu revitalisieren und dabei die grüne Wiese zu schonen.

 

 

Vorrausschauend planen, sinnvoll bauen

 

Auch aktuell sind zahlreiche solcher Projekte der OSG in Bau bzw. Planung.

 

In Bruckneudorf, auf dem Areal der ehemaligen Autowerkstatt Bogoly, wird z.B. eine Wohnhausanlage für Generationen errichtet.
Vor kurzem wurde auch das 4,1 Hektar große Areal einer ehemaligen Erbsenfabrik, deren Ursprünge auf 1896 zurückgehen, erstanden. In die beiden Silos ist nach derzeitiger Vorstellung der Einbau von Wohnungen angedacht (Wohnen im Silo) und die schon deutlich in die Jahre gekommene ehemalige Erbsenfabrik soll künftig die neue Volksschule der Gemeinde Bruckneudorf werden.



In Neusiedl am See ist auf dem Areal der ehemaligen Gemüseproduktion „Scana“ ein eigenes Dorf entstanden. Wo früher eine Produktionshalle stand finden sich Wohnungen für junge Menschen, Familien und auch Senioren sowie topmoderne Reihenhäuser.

 

Und auch in Großpetersdorf im Südburgenland wurde aus einem ehemaligen Lageplatz einer Eisenwaren-handlung das „Sozialzentrum Großpetersdorf“. Von einer Tagesbetreuungsstätte für Rettet das Kind über ein topmodernes Pflegekompetenzzentrum bis hin zu Startwohnungen für junge Menschen sowie betreubare Wohnungen für Senioren reicht das Angebot. Und das alles – in wunderbar zentraler Lage!

 

 

 

 

 

Juli 2017




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